Das besondere Kind

In über zwanzig Jahren praktischer Erfahrung konnte ich beobachten, dass Familien mit einem "besonderen Kind", einem Kind mit Beeinträchtigung im Verhalten, im Lernen oder des Körpers besonderen Belastungen ausgesetzt sind. Oftmals erhalten diese Kinder ausreichende (vielleicht gar zu viel) therapeutische Behandlung. Doch wer kümmert sich eigentlich um diejenigen, die sie begleiten, versorgen, sich kümmern? Wenn Eltern erfahren, dass ihr Kind nicht gesund, nicht „perfekt” zur Welt kommen wird, wer fängt sie dann auf?

Wenn Ihr Kind oder Ihr Angehöriger durch Unfall und Krankheit beeinträchtigt wurde, wer sorgt sich dann eigentlich um Sie? Wer unterstützt Sie, eine gesunde Bindung zu Ihrem Kind aufzubauen? Wer unterstützt Sie dabei, den Schicksalsschlag zu verarbeiten? Wo findet Ihre Enttäuschung, Wut und Trauer einen Platz? Wann und wo dürfen Sie weinen, sich verzweifelt, wütend, zornig fühlen, ob dieser "Ungerechtigkeit"? Wohin dürfen und können Sie negative, unerwünschte und vor allem nicht akzeptierte Gefühle richten? Wie verarbeiten Sie Ihre evtl. Schuldgefühle oder die gegenüber einem Dritten? Hat das Thema Schuld überhaupt eine Berechtigung? Sind Sie ein schlechter Elternteil, wenn Sie sich vielleicht manches Mal wünschen, Ihr Kind sei nie geboren worden? Müssen Sie sich für Ihre Gefühle und Gedanken schämen, wenn Sie sich für dieses Kind und sein Anderssein schämen? Dürfen Sie ein normales Leben führen, wenn Ihr eigenes Kind nicht "normal" scheint?

Dies und vieles mehr könnte Sie beschäftigen. In meiner Praxis finden Sie und Ihre Empfindungen ihre Berechtigung, Ihren Raum und eine wohlwollende einfühlsame Begleitung.

Gerne komme ich hierfür auch zu Ihnen nach Hause. Denn ich weiß um die vielen Termine, die Sie täglich durch die Besonderheit Ihres Kindes zu bewältigen haben.